Im November 1951 wurde das 1948 von der DEFA in Berlin (Unter den Linden 11) gegründete "Nachwuchstudio zur Ausbildung von Regisseuren und Schauspielern" aufgelöst. Diese Ausbildungslücke soll eine neue Filmausbildungsstätte für Filmberufe schließen, die zum Thema bei der 1. Konferenz der Filmschaffenden der DDR wird, die vom 17. -18. September 1952 in Berlin stattfindet. Das Grundsatzreferat hält Hermann Axen „Über die Fragen der fortschrittlichen deutschen Filmkunst“. Neben den seit einem Jahr diskutierten Fragen, wie Stoffe gefunden werden, die politisch erzieherisch wirken, typische Werktätige darstellen und ökonomisch erfolgreiche Filme versprechen, geht es auch um Fragen des Nachwuchses, um Möglichkeiten der handwerklichen wie wissenschaftlichen Ausbildung für das Filmwesen. Am 18. September 1952 beschließt das Politbüro des Zentralkomitees der SED, dass "ein staatliches Filminstitut geschaffen wird, auf dem unsere jungen Kader die verschiedenen Fakultäten für Filmarbeit besuchen." Noch vor der offiziellen Gründung kommt es zu heftigen Diskussionen über den Namen und den Charakter der Ausbildungsstätte. Die Entscheidung fällt auf "Deutsche Hochschule für Filmkunst" (DHF) mit durchaus programmatischem Hintergrund: „Wenn wir in den Mittelpunkt der Hochschule nicht die Kunst setzen, brauchen wir keine. Die Menschen, die dort studieren, müssen davon überzeugt sein, Künstler zu werden“, macht der Hauptdirektor des DEFA-Studios für Spielfilme und spätere Dekan der Hochschule (1956-1960), Hans Rodenberg, bei einer Sitzung des Staatlichen Komitees für Filmwesen am 16. November 1953 deutlich.