Im November 1979 feiert die “Hochschule für Film und Fernsehen der DDR” ihr 25. Jubiläum. 1388 Studierende haben in den Jahren 1959-1978 ein Direktstudium absolviert, 97 davon aus dem Ausland, aus insgesamt 34 Ländern. Dazu kommen 472 sogenannte "Externe", darunter 171 Absolvent*innen des Fachschulbereichs. 348 studentische Film- und Fernsehproduktionen sind bis 1978 entstanden, rund 170 HFF-Produktionen wurden seit den 70ern im DDR-Fernsehen ausgestrahlt.
In seiner Rede zur Feierstunde am 21. November betont Rektor Peter Ulbrich: "Nun, ein Vierteljahrhundert ist zwar noch kein Anlaß, einen großen geschichtlichen Exkurs durchzuführen, aber den Kämpfen unserer Zeit gingen ja Kämpfe jener Zeit voraus, und so gibt es schon deshalb Grund genug, ein paar Blicke in die Geschichte der Hochschule zu tun." Damit eröffnet er seine persönliche Bilanz, gönnt sich "eine kritische Freude am Erreichten" und gibt Ausblick auf das Kommende und die Erfordernisse, die die rasanten Entwicklungen in Film und Fernsehen an den Erhalt der Qualität der Ausbildung stellen.
Für die ausführlichere Retrospektive gibt die HFF erneut eine Publikation heraus unter dem Titel "25 Jahre Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Versuch einer historischen Bilanz", als Sonderband 1/79 innerhalb der Reihe "film. Wissenschaftliche Beiträge". Die Redaktion verantwortete Hartmut Albrecht unter Mitarbeit von Margarete Schmidt. Redaktionsschluss war der 15. April 1979. Im Rahmen der vorbereitenden Planung hat sich gezeigt, dass, insbesondere was die 60er und 70er Jahre angeht, "manche Lücke im Wissen besteht (...) und nicht alles ist aus Fakten zu ersehen, sondern nur in der Erinnerung derer, die die Hochschule aus der Taufe gehoben haben", ist aus dem Protokoll einer Sitzung vom 2.11.1978 zur Vorbreitung der Publikation zu entnehmen. So wird denn auch keine komplette Hochschulgeschichte vorgelegt, vielmehr ist es ein Kompendium mit "episodischen Erinnerungen, persönlichen Reflexionen und Skizzen charakteristischer Momente der Geschichte (...). Umfangreiche Dokumentationen ergänzen die Beschreibungen."
Die regulär im Frühjahr stattfindenden FDJ-Studententage werden anlässlich des Jubiläums in den November verschoben.
Die Retrospektive bei der "22. Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen „Filme der Welt - Für den Frieden der Welt" (23.-30. November) wird aus Anlass des Jubiläums der HFF gewidmet unter dem Titel "Versuche – Studentenfilme der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR".