Mit der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur entwickelten und von der Landesregierung am 26. März 2013 beschlossenen Hochschulentwicklungsplanung bis 2025 legt die Landesregierung ihr Konzept für eine zukunftsfähige, innovative und gestärkte Hochschullandschaft in Brandenburg vor. Dort heißt es zur HFF:
"Ein zentrales Ziel der Weiterentwicklung der Hochschule ist die Stärkung der technologischen Leistungsfähigkeit und ein Ausbau der vorhandenen Ansätze zu vermehrter künstlerisch-wissenschaftlicher Forschung der Hochschule. Von der Hochschule sollen innovative Impulse für die Wirtschaft in der Medienregion Berlin/Brandenburg sowie den internationalen Medienmarkt ausgehen. Dazu muss es künftig noch stärker gelingen, mit der technologischen Entwicklung nicht nur Schritt zu halten, sondern durch eigene Stärke zum Vorreiter der Entwicklung zu werden. An der Hochschule für Film und Fernsehen stehen derzeit 400 personalbezogene Studienplätze zur Verfügung. Im WS 2011/2012 waren 551 Studierende in insgesamt 12 Studiengängen (10 BA, 2 MA) immatrikuliert. Der Studiengang „Digitale Medienkultur“ ist mit einem NC belegt. In den anderen Studiengängen erfolgt der Zugang zum Studium über ein künstlerisches Eignungsfeststellungsverfahren. Mit dem gewerkeorientierten Studienangebot und der interdisziplinären, projekt- und teamarbeitsorientierten Ausbildungsmethodik gelingt es der HFF regelmäßig, überregional und in hohem Maße auch international Studierende anzuziehen.
Handlungsempfehlungen:
- Die HFF wird ihr Studienangebot im Rahmen eines praxisnahen ganzheitlichen Lehr- und Forschungskonzeptes weiterentwickeln. Als Leitlinie für die Ausprägung des Lehrangebots gilt es den Fachkräftebedarf in den Film- und Fernsehberufen unter besonderer Berücksichtigung der in der Kreativwirtschaft Berlins und Brandenburgs gegebenen Nachfrage zu entsprechen. Dabei ist insbesondere der mit der dynamischen Entwicklung der digitalen Medien gegebene technische Anspruch zu berücksichtigen.
- Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist ein maßvoller Ausbau des Angebotes an Masterstudiengängen. Im Hinblick auf das Ziel, Universität des bewegten Bildes zu werden, sollten dabei stärker forschungsorientierte Ausbildungsansätze hinreichend Berücksichtigung finden. Zugleich muss ein ausgewogenes Verhältnis von grundständiger und Masterausbildung gewahrt sein.
- Die Hochschule bemüht sich verstärkt um den Auf- und Ausbau von Lehrkooperationen mit anderen Hochschulen im Berlin-Potsdamer Raum. Dies gilt in besonderem Maße für die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam im medienwissenschaftlichen und medienrechtlichen Bereich. Dabei sind insbesondere Möglichkeiten einer Institutionalisierung der Kooperation durch den Aufbau eines gemeinsamen Kompetenzzentrums für Medienwissenschaft der relevanten brandenburgischen Hochschulen zu prüfen. Die HFF wird die Potentiale des in die Hochschule
integrierten Filmmuseums Potsdam auch für die Lehre verstärkt nutzbar machen.
Das Nähere regelt der Hochschulvertrag.
Forschung
Die Forschungsaktivitäten der HFF konzentrieren sich derzeit auf den medienwissenschaftlichen sowie auf den künstlerisch-technologischen Bereich. Forschung erfolgt so insbesondere zur Medienrezeption und -pädagogik, zur Archivierung von Medienproduktionen und zu technologischen Entwicklungen wie etwa dem
3D-Kino, dem 180 Grad-Kino und zur Wellenfeldsynthese. Zu den Forschungsaktivitäten der Hochschule tragen auch das Erich Pommer Institut (EPI) sowie das Institut für künstlerische Forschung (IKF) bei.
Handlungsempfehlungen:
- Die HFF arbeitet ihre Forschungskonzeption weiter aus und legt dabei insbesondere auf einen ganzheitlichen, in der Regel anwendungsbezogenen Ansatz von Forschung und Lehre Wert.
- Die Hochschule entwickelt im Rahmen ihrer Forschung eine Konzeption zur nachhaltigen Verbindung von Kunst und Wissenschaft, die sich auf die Erschließung der modernen medialen Entwicklung von Bildern und Inhalten bezieht. Dazu gehört wissenschaftlich künstlerische Forschung mit und durch die Mittel des Films als auch wissenschaftlich künstlerische Forschung über den Film. Daraus wird sich auch die Ausgestaltung der Option ergeben, die HFF zu einer Universität weiter zu entwickeln.
- Wesentlicher Bestandteil der Forschungsaktivitäten der HFF sind nachhaltige Kooperationen mit anderen Hochschulen (insbesondere am Standort Potsdam) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem ZZF. Die bereits vorhandenen strategischen Überlegungen der Hochschule in dieser Hinsicht werden ausgebaut.
- Die Hochschule nutzt die Potentiale des Filmmuseums Potsdam in Verbindung mit der Fachhochschule Potsdam nachhaltig für den Ausbau ihrer Forschung im Bereich Filmarchivierung.
- Die HFF baut ihr Konzept zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gemeinsam mit Universitäten aus und erarbeitet in diesem Zusammenhang insbesondere Vorschläge zur Vermittlung spezifischer Schlüsselqualifikationen mit Relevanz für die Heranbildung von Lehr- und Forschungskräften an einer Kunsthochschule.
Über eine personelle Stärkung der HFF zur Verbesserung ihres technologischen Forschungs- und Entwicklungspotenzials entsprechend den Empfehlungen der Hochschulstrukturkommission ist im Rahmen der Hochschulverträge zu verhandeln.
Entwicklungsperspektive
Der Hochschule für Film und Fernsehen wird bei der Stärkung ihrer Forschungsaktivitäten insbesondere mit Blick auf die Kooperationsfähigkeit mit der regionalen Medienwirtschaft unterstützt. Der Schwerpunkt ist im Bereich des technologischen Forschungs- und Entwicklungspotentials zu setzen.
Näheres regelt der Hochschulvertrag."