Die Zusammenarbeit mit dem DDR-Fernsehen und die damit einhergehende Profilierung der praktischen Filmausbildung und Filmproduktion mündet in die Gründung des „Studios der HFF“, um Studierenden die Realisierung von Hauptabschluss- und Diplomfilmen aber auch externen Produktionen unter film- und fernsehüblichen Praxisbedingungen zu ermöglichen. Nach der Diskussion im Künstlerisch-Wissenschaftlichen Rat am 17. Februar 1978 werden die Grundsätze und Zielstellungen eines "Studios der HFF" veröffentlicht. Erarbeitet wurden diese von einer Arbeitsgruppe ( Peter Ulbrich, W. Eichel, Dr. Horst Zeun, Karl-Heinz Bohm, Hans Wegner, H.W. Redecker, D. Wolf).
Das "Studio der HFF" soll "die materielle, produktionstechnische und produktionsorganisatorische Planung, Koordinierung und Bilanzierung aller mit der Realisierung von Film- und Fernsehproduktionen der Ausbildung an der HFF verbundenen Prozesse" übernehmen. Dazu gehört u.a. "die Gewährleistung (Koordinierung) einer qualifizierten künstlerischen und pädagogischen Anleitung der Studenten". Details regelt das "Statut des Studios der HFF" vom 01. September 1978.
Das Studio umfasst die Bereiche Dramaturgie, Produktion und Studiotechnik mit festangestellten Schnittmeister*innen, Produktionsmentor*innen, Dramaturg*innen sowie der Produktionsleitung. Es untersteht dem Rektor der Hochschule und wird durch den Direktor des Studios geleitet. Diese Aufgabe übernimmt zunächst Prof. Wito Eichel (1978-1981), dann Dr. Franz Jahrow (1981-1982). Auf ihn folgt Klaus Rümmler (1982-1991) als Künstlerischer Direktor und Chefdramaturg.
Produktionsleiter ist Armin-Hagen Liersch, ab 1984 Holger Lochau, der bis zu seinem Ruhestand am 01.02.2015 als Leiter Dezernat 6 bzw. Abteilung 1 (Hochschulproduktionen) an der Hochschule die studentischen Produktionen verantwortete. Für die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Studio und den Fachrichtungen wird ein "Kooperationsrat für die künstlerisch-praktische Ausbildung" vorgeschlagen.