Am 20. Septembert 2024 besucht der amtierende Bundeskanzler das Filmmuseum Potsdam auf seiner Sommerreise durch Brandenburg. Michael Fürst, Direktor des Filmmuseum Potsdam, die Präsidentin der Filmuniversität, Susanne Stürmer, und Mitarbeitende des Filmmuseums geben Olaf Scholz Einblick in die vielseitige Arbeit des Filmmuseums und sprechen mit ihm über aktuelle Themen. Im Kinosaal des Filmmuseums veranschaulichen Michael Fürst und Susanne Stürmer die Bedeutung des Filmmuseums als Institut der Filmuniversität im Hinblick auf das Bewahren, die Zugänglichkeit und Beforschung des Filmkulturerbes am Standort Potsdam. Fürst informiert den Kanzler über die Bereiche seines Hauses: Die Ausstellungen und das Kino im historischen Marstall und die Sammlungen im neuen Depotgebäude in der Marlene-Dietrich-Alle in Babelsberg. Das Filmerbe in all diesen Bereichen zu präsentieren und zu vermitteln, in dem es mit der Gegenwart in Bezug gesetzt wird, sind die zentralen Aufgaben des Filmmuseums. Dass hierfür die Digitalisierung von historischen Filmbeständen eine drängende Notwendigkeit ist, darauf wiesen Susanne Stürmer und Michael Fürst explizit hin. Olaf Scholz zeigte sich hieran wie auch am Einsatz von KI in der Filmproduktion sehr interessiert.
Um die Besonderheit der breit angelegten Sammlung von filmbezogenem Material zur Filmgeschichte und -kultur zu unterstreichen, erhält Scholz eine Führung durchs Haus, die Ihren Anfang mit einer Demonstration der Welte-Kinoorgel nimmt, von der sich der Bundeskanzler sichtlich begeistert zeigt. Der Rundgang führte von dort in die Dauerausstellung „100 Jahre Traumfabrik“. Anhand zahlreicher Sammlungsobjekte wird hier interaktiv und unterhaltsam die Geschichte und Gegenwart der Filmstudios in Babelsberg veranschaulicht. Ein Objekt nimmt der Kanzler besonders in Augenschein: den historischen Filmprojektor „Ernemann VII B“, der als Original-Requisit für die Dreharbeiten von Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS zur Verfügung gestellt wurde.