Die von Teilen der DDR-Bevölkerung ausgehenden gewaltfreien Initiativen, Proteste und Demonstrationserfolge bedingen grundlegende Veränderungen in der Deutschen Demokratischen Republik. Die Bewegung gegen das SED-Regime in der DDR erreicht ihren Höhepunkt, als sich am 4. November 1989 rund 500.000 Demonstranten zu einer Kundgebung auf dem Berliner Alexanderplatz versammeln, ebenso viele zwei Tage später in Leipzig. Am 7. November tritt der Ministerrat zurück, einen Tag später auch das Politbüro.
Am Abend des 9. November 1989 verkündet ZK-Sekretär Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz überraschend, dass die neue Reiseregelung für DDR-Bürger "sofort" in Kraft trete. Daraufhin strömen tausende Ostberliner an die Grenzübergänge, die Grenzsoldaten können dem Andrang der Menschen nicht mehr standhalten. Mit der Öffnung des Übergangs an der Bornholmer Straße "fällt" die Mauer. Die Herrschaft der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wird mit der Volkskammerwahl im März 1990 beendet. Sie bereitet den Weg zu einem parlamentarischen Regierungssystem nach westdeutschem Vorbild und führt schließlich zur Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.
Studentische Filmproduktionen dokumentieren diese Zeit und die Wirkung auf die Menschen, wie z.B. der Diplomfilm HERBSTREISE (1991) mit Originalton- und Bildmaterial aus Nachrichtensendungen und Bürgerversammlungen von 1989/90, IM SCHATTEN DER MAUER (1990), AUFBRUCH 89 - DRESDEN (1989), 10 TAGE IM OKTOBER (1989) uvm.