Zum Wintersemester 2012/2013 wird an der HFF der Bachelor-Studiengang “Digitale Medienkultur“ eingeführt. Als medienwissenschaftlicher Studiengang ergänzt er den konsekutiven Master-Studiengang Medienwissenschaft.
Ob zunehmende Medienkonvergenz, mögliche Interaktivität, 3D-Effekte oder universell verfügbare Medienangebote – die Implementierung digitaler Technologien und die damit einhergehenden neuen Einsatzmöglichkeiten von audiovisuellen Inhalten auf den diversen digitalen Medienplattformen haben die Mediennutzung revolutioniert. Die akutelle Debatte um das Urheberrecht zeigt, dass sich die Digitalisierung keineswegs in technischen Innovationen erschöpft, sondern ursächlich ist für eine neue, digitale Medienkultur mit gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Auswirkungen. Eine veränderte Wahrnehmung, neue Bedürfnisse, aber auch Unsicherheit über etwaige Gefahren der Nutzung führen zu mannigfaltigen Herausforderungen – insbesondere für Medien produzierende Unternehmen. Um nicht nur diese aktuellen Diskussionen aufzunehmen, sondern alle Prozesse der Digitalisierung sowohl konzeptionell als auch kritisch reflexiv zu begleiten, bedarf es vermehrt qualifizierter medienwissenschaftlicher Fachleute.
Diesem Bedarf will die HFF mit dem grundständigen medien- und kommunikationswissenschaftliche Bachelor-Studiengang „Digitale Medienkultur“ entsprechen. Ab dem 8. Oktober wird jungen Studierenden eine ganzheitliche Sicht auf die aktuelle Welt der Medien vermittelt. Dazu gehören sowohl Kenntnisse über Medienkultur und die gesellschaftliche Bedeutung der digitalen Medien, über Medientheorie und -forschung, über Dramaturgie, Produktion und Realisation, Markt und Einsatzmöglichkeiten, aber auch Grundlagen im Umgang mit digitaler Medientechnik. Einzigartig im deutschsprachigen Raum erfolgt die Ausbildung in enger Zusammenarbeit mit den anderen HFF-Studiengängen. Auf diese Weise fließen praktisch-künstlerische Aspekte, technologische und produktionstechnische Grundlagen in die wissenschaftlichen ein. Kleine Gruppen ermöglichen eine individuelle Betreuung. Die Studierenden erhalten so eine interdisziplinäre, praxisnahe wissenschaftliche Ausbildung und damit beste Voraussetzungen für das Berufsleben. Als Mögliche Tätigkeitsfelder avisiert werden Redaktionen von Fernsehsendern und Produktionsfirmen mit Ausrichtung auf digitale Medien, die redaktionelle Mitarbeit bei der Erstellung multimedialer/digitaler Plattformen wie auch digitaler Archive sowie die wissenschaftliche Mitarbeit in Einrichtungen der Medien- und Marktforschung. Die Ausbildung ermöglicht zudem das Entdecken eigener Forschungsfelder und -fragen, die in einem anschließenden Masterstudiengang vertieft werden können.