Anfang Dezember 2005 überreicht Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die Berufungsurkunde für die erste Stiftungsprofessur an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ an Prof. Klaus Keil.
Als Stifterin stellt die Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH (GWFF) München, vertreten durch ihren Geschäftsführer, Honorarprof. Dr. Ronald Frohne, der HFF die Professur für „Interdisziplinäre Filmwirtschaft“ für einen Zeitraum von zunächst fünf Jahren zur Verfügung.
Klaus Keil ist zugleich Direktor des Erich Pommer Instituts für Medienrecht und Medienwirtschaft gGmbH (EPI). Er ist außerdem Kuratoriumsmitglied der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und des Filmfestivals Cottbus sowie Gründungsvorstand des Bundesverbandes Produktion. Während seiner früheren Professur an der Hochschule für Fernsehen und Film in München baute er dort den Studiengang für Produktion und Medienwirtschaft auf. Keil war zehn Jahre lang Intendant der Filmboard (jetzt Medienboard) Berlin-Brandenburg GmbH. Während seiner beruflichen Entwicklung durchlief er Stationen wie die Bavaria Film und Constantin Film und übte freiberufliche Tätigkeiten als Regieassistent, Produktionsleiter, Herstellungsleiter und Producer aus.
Inhalt von Prof. Keils Lehrveranstaltungen im Fachgebiet „Interdisziplinäre Filmwirtschaft“ wird es sein, die Zusammenhänge und Interdependenzen zwischen den Prozessen des Filmemachens, den Märkten und der Verwertung zu vermitteln. Bereits seit einiger Zeit entwickelt Prof. Keil als Honorarprofessor gemeinsam mit der HFF und weiteren Hochschulen aus Berlin und Brandenburg und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg das Hochschulfernsehen XEN.ON. Mit dem Projekt soll die Fernsehausbildung gefördert und verbessert werden. Seine Forschungsverpflichtungen erfüllt der neue Professor durch die Tätigkeit beim Erich Pommer Institut, insbesondere im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte zwischen EPI und HFF. Das EPI ist im übrigen während der Laufzeit der Stiftungsprofessur im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarung berechtigt, die Bezeichnung „Institut an der Hochschule für Film und Fernsehen ‚Konrad Wolf’“ zu führen.
„Wir sind sehr erfreut, mit der Besetzung der Stiftungsprofessur einen langjährigen Freund, Berater und Honorarprofessor fest in die Reihen unserer Lehrenden aufgenommen zu haben“, resümiert der HFF-Präsident, Prof. Dr. Dieter Wiedemann.