2007 finden sich Studierende der sieben größten Filmhochschulen Deutschlands zusammen mit dem Ziel, die Kommunikation und die Zusammenarbeit unter den Studierenden zu stärken sowie die Ausbildungsqualität an den einzelnen Hochschulen weiter zu fördern. Auf Basis dieser Initiative wird 2008 der “Verbund deutscher Filmhochschulstudenten e.V.” gegründet. Er macht es sich zur Aufgabe, als Interessensvertretung für den Filmnachwuchs zu agieren. U.a. will er sich einsetzen für eine ausgewogene Repräsentation aller Genres und Formate, die Aufgeschlossenheit gegenüber Zukunftstechnologien und neuen Vertriebswegen, die Vernetzung von Filmstudierenden und Branchen, eine Stärkung des Kurzfilms in der Öffentlichkeit und der Industrie, eine Stärkung des Debütfilms sowie die Verbesserung der Ausbildung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Als zentrale Veranstaltung etabliert der Vddfs e.V. den "Empfang der deutschen Filmhochschulen", der am 15. Februar 2008 zum ersten Mal im Rahmen der Berlinale stattfindet. Mit der Ausrichtung bietet der Verbund sowohl Branchenvertreter*innen als auch Filmstudierenden gleichermaßen eine Plattform für den Austausch und schafft Begegnungen für zukünftige, gemeinsame Projekte. Der Empfang der Filmhochschulen dient hierbei als Branchentreff und wichtiges Kommunikationsmittel für den Filmnachwuchs in Deutschland. "Wir möchten mit unserem Empfang keine plumpe Jobbörse etablieren. Vielmehr geht es uns darum, neue Ideen und junge Talente sichtbar zu machen und die Synergien aller Filmhochschulen zu nutzen", sagt Helga Löbel, Produktionsstudentin von der HFF "Konrad Wolf", die zusammen mit ihrer Kommilitonin Grit Fischer den Anstoß für den Empfang gab. Die Schirmherrschaft übernimmt der Beauftragte für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann.
Um einen bestmöglichen Austausch zwischen Filmnachwuchs und erfahrenen Filmern zu garantieren, haben die Organisator*innen ein Mentorensystem erdacht: Die Studierenden, die Trailer ihrer fertigen Filme zeigen oder neue Projekte pitchen, werden während der Veranstaltung von Branchenkennern betreut. Fest als Mentoren zugesagt haben neben zahlreichen anderen Quirin Berg (Produzent, "Das Leben der Anderen"), Lars Kraume (Regisseur, "Keine Lieder über Liebe"), Manuela Stehr (Produzentin, Geschäftsführerin XFilme) und Michael Schmid-Ospach (Geschäftsführer Filmstiftung NRW). Dieser Empfang soll kein einmaliges Ereignis bleiben, sagt Helga Löbel: "Wir möchten es schaffen, den Berlinale Empfang als feste Größe im Umfeld der Internationalen Filmfestspiele Berlin zu etablieren und so auch künftig ein Forum für professionellen Austausch zu bieten."
Bis 2021 wird der Empfang jährlich ausgerichtet, der letzte und 14. Empfang am 21. Januar 2021 findet infolge der Corona-Pandemie allerdings online und im Rahmen des 42. Filmfestival Max Ophüls Filmpreis statt. 2022 ist es aufgrund der schnell steigenden Fallzahlen von Covid-19 für den Verein und die ehrenamtlich arbeitenden Studierende ein zu großes finanzielles, wie planerisches Risiko, so dass der Empfang der Filmhochschulen ausfällt.
Einen Neustart unter anderen Prämissen wird am 20. Februar 2024 mit "ENCOURAGE FilmTalents" - Initiative für den Austausch und die Vernetzung von Talent/Nachwuchsfilmemacher:innen im D/A/CH - Raum gestartet. Dahinter stehen wieder Studierende der Filmuniversität, darunter Elisabeth (Elli) Leeb, Clemens Meyer, die Konzeption und Organisation im Rahmen einer studentischen Ausgründung der Filmuni "Das Kollaborativ" übernehmen.