Am 11. September 1973 putscht das Militär in Chile. Der drei Jahre zuvor demokratisch gewählte sozialistische Präsident Salvador Allende nimmt sich das Leben, nachdem die Luftwaffe begonnen hatte, den Präsidentenpalast La Moneda zu bombardieren und Militär in den Palast eingedrungen war. In der Folge verlassen viele Chilen*innen ihre Heimat. Unter dem Motto „Solidarität mit Chile“ nimmt die DDR auf Weisung Erich Honeckers Asylsuchende auf, legte aber zugleich fest, dass nur Anhänger*innen der Unidad Popular Zuflucht gewährt wird. Mitte der 1970er-Jahre leben und arbeiten bis zu 2.000 Chilen*innen in der DDR. Einige von ihnen auch beim Film. In den DEFA-Studios für Spiel-, Dokumentar- und Trickfilme entstehen zwischen 1974 und 1985 knapp zwei Dutzend Werke zum Thema Chile. Mit einem Banner "Nieder mit der Konterrevolution in Chile" gehen auch Studierende der HFF auf die Straße, darunter auch Bodo Fürneisen (Regie 1973 - 1977).