1911 wurde der Grundstein für das erste Filmstudio gelegt, 1912 fiel die erste Klappe für den Film „Totentanz" mit Asta Nielsen in der Hauptrolle: Bereits seit einem Jahrhundert nimmt Potsdam einen wichtigen Platz in der Filmgeschichte ein. Mit dem Themenjahr 2011 „Potsdam 2011 – Stadt des Films" feiert die HFF als Boardmitglied zusammen mit der Landeshauptstadt, dem Filmpark Babelsberg und dem Filmmuseum Potsdam sowie zahlreichen weiteren Akteur*innen diese langjährige Filmtradition mit rund 130 Veranstaltungen, so lässt sich z.B. jeden Monat in der Landeshauptstadt Potsdam ein Filmschauplatz aufspüren oder bei Freilichtkinovorführungen an den Originalschauplätzen in Potsdam Filme an ihren Drehorten neu- oder wiederentdeckt werden. Zur „Agentennacht an der Glienicker Brücke" laden der Filmpark Babelsberg und das Deutsche Filmorchester Babelsberg am 14. Mai ein. Inszeniert wird ein ungewöhnliches Spektakel aus Musik, Stunts, Pyro- und Spezialeffekten. Am 3. November 2011, 100 Jahre nach der Grundsteinlegung des ersten Ateliers, eröffnet das Filmmuseum Potsdam seine neue Dauerausstellung über die wechselvolle Potsdamer Filmgeschichte mit dem Titel „Die Traumfabrik - 100 Jahre Film in Babelsberg" und natürlich ist auch die HFF aktiv beteiligt u.a. mit wissenschaftlichen Konferenzen und internationale Tagungen wie "Screening Gender - Neue Screens, neue Produktionsbedingungen, neue Rezeptionssituationen, neue Genderkonstruktionen?" Die kinematografische Installation des Künstlers und FIlmuni-Professors für Animation, Frank Geßner, „Alias Yederbeck" auf dem Gelände der Schiffbauergasse vom 4. Dezember 2011 bis zum 15. Januar 2012 wagt einen Blick in das Filmemachen der Zukunft.
Prof. Dr. Wiedemann bilanziert: „Das Jahr hat zu einer Selbstvergewisserung in Potsdam geführt, dass wir auch eine Filmstadt sind. Bezogen auf die eingesetzten Mittel war das Filmjahr ein Erfolg, dank auch der Arbeit eines hochmotivierten Teams." Die HFF organisierte und unterstützte mehrere Veranstaltungen. Die Ausrichtung wissenschaftlicher Tagungen und Kongresse standen dabei im Mittelpunkt. Das internationale Studentenfilmfestival „sehsüchte" wurde bereits zum 40. Mal durchgeführt.