Geschlechtergerechtigkeit, Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit sowie die Wertschätzung und Förderung der Diversität aller Hochschulangehörigen sind langjährige Leitprinzipien der Filmuniversität. Zweimal in Folge bewarb sie sich erfolgreich im so genannten Professorinnenprogramm, dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit den Ländern initiierten Förderprogramm, das 2008 ins Leben gerufen wurde, um den Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen gezielt zu erhöhen.
Umfassende hochschulübergreifende, gleichstellungsfördernde Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Filmuni inzwischen mit einem hohen Frauenanteil aufwarten kann: 2024 sind 52% der Studierenden weiblich, im wissenschaftlichen Mittelbau liegt die Quote bei 77%, im wissenschaftlich-künstlerischen 50% und innerhalb der Promovierenden bei 60%. Frauen halten 47% der Professuren und auch Gremien und Leitungsfunktionen erfreuen sich einer nahezu paritätische Zusammensetzung. Dazu kommt eine ganze Reihe an erfolgreichen Maßnahmen, die Frauen auch über die Hochschule hinaus fördern, wie z.B. “Into the Wild” - ein 2016 gestartetes einzigartiges Mentoring-Programm von sechs deutschen Filmhochschulen, um jungen Filmemacherinnen* den Einstieg in die audiovisuelle Medienbranche zu erleichtern -, die Initiative Gemeinsam für Gendergerechtigkeit oder der Empowerment-Workshop Mädchen und junge filmbegeisterte Frauen “Girls Make Movies”. In der ersten Auswahlrunde des von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossenen „Professorinnenprogramms 2030“, für das Bund und Länder 320 Millionen Euro über eine achtjährige Laufzeit zur Verfügung stellen, um die geschlechterpolitische Modernisierung weiter voranzutreiben, wird die Filmuniversität erneut zur Förderung ausgewählt und als einzige Kunsthochschule in Deutschland für ihr Gleichstellungskonzept für Parität mit dem Prädikat "Gleichstellungsstarke Hochschule" ausgezeichnet. Ein Novum im Rahmen des Programms: 22 der 92 zur Förderung ausgewählten Hochschulen, deren Konzepte vor dem Hintergrund der jeweiligen hochschulspezifischen Situation sowie in Bezug auf Typ und Größe am besten bewertet wurden, erhalten erstmals diese besondere Würdigung. Am 18. Juli 2024 überreicht Wissenschaftsministerin Dr.Manja Schüle das Prädikat in Form einer Plakette.