Am 23. Oktober 1956 beginnt der so genannte Ungarische Volksaufstand mit einer friedlichen Großdemonstration der Studierenden der Universitäten in Budapest, die demokratische Veränderungen forderten. Die Regierung lässt am Abend in die schnell wachsende Menge schießen, woraufhin der bewaffnete Kampf ausbricht. Er endet mit der Invasion der übermächtigen Sowjetarmee, die am 4. November 1956 eine pro-sowjetische Regierung unter János Kádár installiert. Dieses Ereignis beunruhigt wohl auch die Hochschulleitung, wie Peter Rabenalt (Filmproduktion 1956 - 1960) sich erinnert: "Das Internat war der Ort, an dem gearbeitet, gestritten, geliebt und gefeiert wurde. Quer durch alle Fachrichtungen saß man in endlosen abendlichen Debatten über Filme und eigene Filmideen, Philosophie und Politik beisammen oder hörte Schallplatten. (...) Fast schien es, als würden die politischen Probleme hier »oben« nicht ankommen. Aber im Spätherbst 1956 waren die Ungarn-Ereignisse. Um uns »auf Linie« zu bringen, sprach in einer Parteiversammlung nach der Niederschlagung des Aufstandes niemand Geringeres als ZK-Mitglied und Dekan Hans Rodenberg zu den Vorgängen in Ungarn."