Sommer, es ist heiß. Eine Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Marisa ist Anfang 20, ist Neonazi. Sie rast durch die Welt, wie ein offenes Rasiermesser. Sie ist Teil einer Clique von rechten Jugendlichen. Da gibt es Melanie, die alle nur Frogshit nennen. Oder Benny, der alles mit seinem Handy filmt und sich kranklacht, wenn Frogshit so besoffen ist, dass sie nicht mehr laufen kann. Und Svenja, die Neue, die Anschluss an die Gruppe sucht und immer tiefer in die rechte Szene rutscht. In der Nähe der Kleinstadt gibt es ein Asylbewerberheim, das in einer ehemaligen Sowjetkaserne mitten im Wald untergebracht ist. Rasul, 14 und sein älterer Bruder Jamil, sind aus Afghanistan geflohen und hier gestrandet. Die Welten von Rasul und Marisa prallen aufeinander. Marisas Hass treibt sie so weit, dass sie die beiden Asylbewerber über den Haufen fährt. Durch diese Tat setzt sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Ganz langsam nähern sich Marisa und Rasul an und es entsteht eine vorsichtige Freundschaft. Marisas Weltbild gerät zunehmend ins Wanken. Doch dann wird ihr Freund Sandro aus dem Knast entlassen. Am Ende ist es Svenja und nicht Marisa, die eine Chance hat, sich aus der rechten Szene zu befreien.
Der Film wird beim FIRST STEPS WAWARD 2011 in der Kategorie “Abendfüllender Spielfilm” ausgezeichnet. 2012 wird der Film beim Deutschen Filmpreis gleich mit drei Auszeichnungen in den Kategorien “Bester Spielfilm”, “Beste weibliche Hauptrolle” und “Bestes Drehbuch” geehrt.
Eine Mafilm Produktion in Koproduktion mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und ZDF – Das kleine Fernsehspiel.
Spielfilm, 100 Minuten