Andreas Dresen (* 16. August 1963 in Gera) besuchte in Schwerin die Erweiterte Goethe-Oberschule. Dort drehte er seine ersten Amateurfilme und führte bei Schultheaterstücken Regie. Nach seinem Wehrdienst in der NVA 1982/83 arbeitete er 1984/85 als Tontechniker am Schweriner Theater, anschließend absolvierte er ein Volontariat im DEFA Studio für Spielfilme und arbeitete als Regieassistent bei Günter Reisch. Von 1986 bis 1991 studierte Andreas Dresen Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg und machte sein Diplom mit dem Film JENSEITS VON WANZLEBEN. Schon ein Jahr zuvor hatte es sein Studentenfilm SO SCHNELL ES GEHT NACH ISTANBUL (1990) auf die Berlinale geschafft und erhielt den Prix Europa. Seit 1992 arbeitet Andreas Dresen als freier Autor und Regisseur. Sein Debütfilm STILLES LAND (1992), eine Tragikomödie über die Wende in der ostdeutschen Provinz, brachte ihm den deutschen Kritikerpreis ein. Es folgten zahlreiche preisgekrönte Filme, wie z.B. die komplett improvisierte Tragikomödie HALBE TREPPE (2001), HALT AUF FREIER STRECKE (2011) oder GUNDERMANN (2018), der insgesamt sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis 2019 gewann. Dresen dreht auch Dokumentarfilme und arbeitet neben dem Kino seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich für die Bühne, so am Staatstheater Cottbus (Goethes Urfaust) oder am Schauspiel Leipzig oder am Deutschen Theater in Berlin. Im Jahre 2006 inszenierte er an der Basler Oper Mozarts Don Giovanni und am Deutschen Theater Berlin Ödön von Horváths Schauspiel Kasimir und Karoline mit der Musik der 17 Hippies. Andreas Dresen gehörte 2003 zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Filmakademie. Er ist außerdem Mitglied der Europäischen Filmakademie und der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, sowie seit Juni 2023 der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Seit dem Sommersemester 2018 hat er die neu eingerichtete Professur für Filmschauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock inne.
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