Die sinkenden Haushaltsmittel des Landes Brandenburg lassen auch die Hochschullandschaft nicht unberührt. Als Ergebnis einer Haushaltsklausurtagung der Landesregierung sollen 2012 bei den Hochschulen ca. 28 Mio. € eingespart werden. Um das Angebot der brandenburgischen Hochschulen auf Alleinstellungsmerkmale sowie Doppelungen und Abgrenzung zum Land Berlin zu überprüfen und dann etwaige Einsparkonzepte aber auch neue Angebote zu erarbeiten, hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur am 25. März 2011 eine Hochschulstrukturkommission eingerichtet. Bestehend aus 13 hochrangigen Expert*innen unter Leitung von Prof. Dr. Friedrich Buttler nimmt diese am 1. April 2011 ihre Arbeit auf.
Die Hochschulen müssen zunächst einen 30-seitigen Bericht erarbeiten, der die wichtigsten Entwicklungen und Leistungen seit Verabschiedung des letzten Struktur- und Entwicklungsplanes darstellt. Am 16. September 2011 folgt eine Hochschul-Begehung. Das Ergebnis der Evaluierung findet sich im Abschlussbericht, der am 8. Juni 2012 vorgelegt wird. Der Bericht formuliert für die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ u.a.:
„Die HFF hat auch die Kommission von der fachlichen Qualität ihrer bisherigen Tätigkeit als Filmhochschule zu überzeugen vermocht. … Die Medienwirtschaft hat „ihre große Zufriedenheit mit den Absolventen der HFF und der Kooperation mit der Hochschule insgesamt zum Ausdruck gebracht.“ Insbesondere erachtet die Hochschulstrukturkommission „das Festhalten am in seiner Qualität unstreitigen Konzept einer Kunsthochschule mit dem Profil einer gewerkeorientierten Ausbildung für vorstellbar“, präferiert jedoch „die Weiterentwicklung der HFF zu einer Filmuniversität“. „Kennzeichen und Besonderheit einer solchen Universität sollte die Einheit von Kunst und Wissenschaft sein. … Ziel wäre die Nutzung bewegter Bilder bereits bei der Generierung von Wissen und damit die Weiterentwicklung zu einer Universität, die nicht nur den Film erforscht und lehrt, sondern auch mit Hilfe des bewegten Bildes forscht und lehrt.“