1982 lädt Konrad Wolf, Präsident der Akademie der Künste der DDR und Filmregisseur, zu einer Veranstaltung ein: "Der erste Film - Anfänge zukünftiger Filmemacher". Drei Jahre später sind die Feierlichkeiten zu Konrad Wolfs 60. Geburtstag, bei denen die Hochschule für Film und Fernsehen den Namen »Konrad Wolf« erhielt, und diese Einladungskarte Anlass für Filmstudierende, Wolfs eigenem Filmdebüt nachzuspüren:
EINMAL IST KEINMAL, 1955 bei der DEFA gedreht, sollte das “erste wirkliche lebensnahe und echte Filmlustspiel der heutigen Zeit werden, wie es bisher in der DDR und ihrer Filmkunst noch nicht gefunden wurde. [...] Wie kam es dazu, daß Konrad Wolf - im Gegensatz zu seinem sonstigen Oeuvre - ausgerechnet mit einem heiteren Musikfilm seine Regie-Laufbahn begann? Für den In dem 35-minütigen Dokumentarfilm, der im Rahmen eines Seminars an der Hochschule für Film und Fernsehen entstand, begeben sich die Studierenden Dietmar Heiduk (Regie), Torsten Schulz (Drehbuch), Matthias Eichhorn (Kamera) und Heiko Winkler (Produktion) auf Spurensuche, reisen bis an die Moskauer Filmhochschule (WGIK), an der Wolf einst selbst studierte. Wenig ist nach über 30 Jahren dort über ihn zu finden: einige Akten, Fotos. Doch die Gespräche mit Freunden und ehemaligen Mitarbeiter Konrad Wolfs, darunter Günter Kochan, Werner Bergmann, Günter Reich, Sergej W. Komarov, Leonid Iowitsch Gajdaj, Karl G. Egel und Horst Drinda, ”lassen ein Bild des jungen Konrad Wolf entstehen, das in vielem bereits dem des älteren, erfahrenen Regisseurs entspricht: ruhig, sachlich, konsequent, wenn es um die Durchsetzung von Ansichten und Wahrheiten geht - und auch selbstverständlich eigenen Erfahrungen gegenüber. Ein Film, der für ein breites Publikum neue Informationen über den Künstler und Kulturpolitiker Konrad Wolf vermittelt."(ÖA der HFF, 1985)
Hauptprüfungsfilm, 3. Studienjahr Regie, Kamera, Produktion
16mm, 35:00min, 25 B/sec, s/w+color, SEPMAG